Chronische Borreliose: Ist sie real? Was E-Mail-Veröffentlichungen verraten … Teil 5

Dose - Mogelpackung“Ich werde Euch alle vermissen – Euch Wissenschaftler”, sagte Phillip Baker, Borreliose-Chef der CDC, “aber nicht die Borreliose-Bekloppten.” Eine Aussage, dokumentiert in einer E-Mail, die nun im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes an die Öffentlichkeit drang, die leider den traurigen Stand der Dinge zusammenfasst. Diese kleine Serie, die zeigt, welchen immensen Ressentiments all jene ausgesetzt sind, die es wagen, sich gegen den medizinischen Mainstream zu stellen, wird mit diesem Teil (5) und dem letzten Teil (6, nächste Woche) zu Ende geführt. Hier finden Sie die Teile  1, 2, 3 und 4 der Serie:

Barbara Johnson und der CDC-Offizielle Paul Mead gehörten zu einer Gruppe von Forschern, die die Lyme-Borreliose-Strategie am New York Medical College planten.

Monate, nachdem sich die Arbeitsgruppe getroffen hat, in der u. a. “eine kritische Abschätzung zur chronischen Lyme-Borreliose” ein Agendapunkt war, veröffentlichten die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe einen Artikel im New England Journal of Medicine, in dem sie die Existenz einer chronisch-werdenden LB in Frage stellen. Ein Frontalangriff auf andere Sichtweisen.

Barbara Johnson von den CDC, war eine der Autoren (obwohl sie sich mit technischen Aspekten der Borreliose-Labordiagnostik und nicht mit der Behandlung beschäftigt hatte). Die CDC förderte die IDSA-Leitlinien von Wormser & Co. und veröffentlichte einen Link auf ihrer Website, die von Tausenden niedergelassener Ärzte angeklickt und somit öffentlich bestätigt wurde. Die Anerkennung und Parteinahme der CDC beinhaltet einen wichtigen Aspekt: Die CDC versorgt(e) diese Leitlinienautoren mit Forschungsfördermitteln.

Gruppen, die die CDC-geförderte Behandlung der Lyme-Borreliose in Frage stellen, einschließlich der ILADS-Mitglieder, die LDA und andere Gruppen, fühlen sich zu Recht in der Debatte über die Behandlung der Lyme-Borreliose (LB) an den Rand gedrängt, auch durch ein System, das nur eine Seite favorisiert.

Wir haben mit der ID$A eine medizinische Gesellschaft, in der Regierungsbeamte Teil der ID$A-Gremien sind und die relativ einseitig die ID$A-Sichtweisen unterstützen. Mit veröffentlichten Artikeln in führenden medizinischen Journalen wird die Sicht der ID$A-Autoren durch die größte US-Gesundheitsbehörde einseitig favorisiert, obwohl die Zahl der Behandlungsstudien sehr klein ist und die Wissenschaft fortschreitet.

In der Zwischenzeit haben etliche neuere Tier-Studien gezeigt, dass Borrelien antibiotischer Therapie widerstehen können, was eigentlich die Aufmerksamkeit auf die Frage “kann LB chronisch werden?” lenken sollte. Auch die statistische Validität der häufig von der ID$A zitierten Behandlungsstudien ist inzwischen analysiert und fraglich geworden.

Ein prominenter Borreliose-Wissenschaftler: “Wie viele Studien haben wir für koronare Erkrankungen und Cholesterin in den letzten 30 Jahren? Tausende. Für Borreliose haben wir fünf!”

Der Wissenschaftler möchte weder mit der einen noch mit der anderen Seite der Kontroverse identifiziert werden und wie andere auch, sagt er, mit alternativen Theorien sei es schwierig, an staatliche Forschungsförderung zu kommen.

Das kann man wohl sagen. Yale University und das New York Medical College, 8 von 14 Borreliose-Leitlinienautoren stammen von dort, erhielten erste und zweite Plätze bei Forschungspreisen, erhielten (kombiniert) 34 Millionen US-Dollar Forschungsstipendien seit 1997, wie staatliche Unterlagen zeigen. Allein Biopeptides Inc., die Firma, die von ID$A-Autor Dattwyler gegründet wurde, erhielt mehr als 5 Millionen Dollar.

Fortsetzung folgt.

B. Jürschik-Busbach © 2013

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Ein Kommentar zu Chronische Borreliose: Ist sie real? Was E-Mail-Veröffentlichungen verraten … Teil 5

  1. Thomas H. meint:

    Liebe Birgit, ein herzliches Danke schön!

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