Neue Zeckenart auf dem Vormarsch – Gesundheitsbehörden im Tiefschlaf?

zeckerotWissenschaftler des in Hannover ansässigen Landesgesundheitsamtes Niedersachsen (NLGA) sind besorgt: Die Forscher haben mit der Auwaldzecke im Harz eine neue Zeckenart entdeckt, die bisher in Niedersachsen nicht vorkam. Auch die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) rücke immer näher an Hannover heran, heißt es.

Und weiter: „In Hannover finden wir Zecken auch im Stadtgebiet“, sagt Masyar Monazahian vom Landesgesundheitsamt. „Eine Studie hat sogar gezeigt, dass die Menschen am häufigsten im eigenen Garten gestochen werden.“

Die Auwaldzecke ist eine aus dem Mittelmeerraum über Süd- und Ostdeutschland eingewanderte Buntzeckenart, die normalerweise trockenere Gebiete als der gemeine Holzbock bevorzugt. Offenbar gilt “normalerweise” aber nicht mehr. Die Auwaldzecke kann Krankheiten wie Hasenpest, Rikettsien, Babesien und auch Anaplasma-Bakterien (Ehrlichien) übertragen. Der besorgte Bürger fragt sich somit: Wie sieht es eigentlich mit dem Vorkommen von Rickettsien, Babesien, Ehrlichien, Bartonellen etc. in Deutschland aus?

Die bemerkenswerte Antwort hat das Robert Koch-Institut für uns: https://fragdenstaat.de/anfrage/rki-epidem-studien-zur-inzidenzpravalenz-von-zecken-ubertragener-erreger-wie-babesien-bartonellen-ehrlichien-etc/#nachricht-9905

B. Jürschik-Busbach © 2013

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2 Kommentare zu Neue Zeckenart auf dem Vormarsch – Gesundheitsbehörden im Tiefschlaf?

  1. Pingback: Auwaldzecke auf dem Vormarsch

  2. Die Auwaldzecke ist außerdem auf Angriff gebürstet.
    Springt gezielt ein Opfer an.

    Im Gegensatz dazu wartet der ” Gemeine Holzbock” geduldig auf ein Lebewesen in seiner Nähe. Läßt sich vom Standort Grashalm/Ast eines Buschs usw.abstreifen und sucht sich in aller Ruhe die geeignete Biss- und Saugstelle.

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