Kann Borreliose chronisch werden? Ja! Hier eine wichtige Literatursammlung und Argumentationshilfe

Theorie / Praxis - Business KonzeptBorreliose – Persistenz in zahlreichen Studien nachgewiesen

Es gibt eine Fülle von Studien, die zeigen, dass Borrelia Burgdorferi (Bb), der Erreger der Borreliose und verwandte pathogene Spezies in Körpergewebe und -zellen von Säugetieren persistieren kann – trotz antibiotischer Therapie (Ponies)[93.5, 111.5], Primaten [50, 86], Hunde [65.5, 70, 80, 81, 82, 84], Mäuse [44, 62, 88, 100, 107, 108, 110, 114], und Menschen.

Gestaltwandel – ein perfektes Überlebenskonzept

Es gibt ebenfalls eine Fülle von Nachweisen, dass Bb sich vergleichbar wie andere Bakterien verhält, die erfolgreich dem Immunsystem entkommen (z. B. durch Gestaltwandel)[45, 55, 61, 64, 90, 105, 109, 113].

L-Formen und cystische Borrelien wurden in Studien identifiziert [45, 68, 77, 87, 105, 109, 112, 113]. Wenn diese “Formen” typischen Antibiotika wie Doxycyclin ausgesetzt werden, lässt sie das unberührt. Wenn die Umgebung wieder “antibiotikafrei” ist, nehmen Borrelien wieder ihre spirochätale “Spiral”form an und bewegen sich wieder aktiv im Gewebe [45, 68, 87, 90, 105, 109].

Die Therapien in den US-Studien sind viel zu kurz angesetzt

Ungeachtet der Borreliose-Leitlinien der US-amerikanischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten (IDSA), konnte gezeigt werden, dass Borreliosepatienten von einer antibiotischen Therapie profitieren [1, 4, 18, 19, 26, 33, 66]; Patienten, deren Borreliose erst in einem späteren Stadium diagnostiziert und behandelt wird, benötigen längere Zeit, um Fortschritte (Reduzierung der Symptome) zu erzielen [15, 66, 73, 93, 105]. Die NIH (USA) finanzierten eine Reihe randomisierter doppelt-verblindeter placebo-kontrollierter Studien bezüglich längerer Borreliose-Therapien. Diese Studien bezogen sich jedoch auf drei Therapiemonate und weniger. Patienten, die erst spät diagnostiziert und therapiert wurden, geht es häufig erst nach längerer Zeit besser. Viele benötigen 4 bis 6 Monate, bis sich überhaupt erste Verbesserungen in der Symptomatik zeigen; manche Patienten benötigen eine antibiotische Behandlung, deren Dauer offen gehalten werden muss [66, 93].

Antibiotika dringen nicht in alle Rückzugsnischen der Borrelien vor – das ist sehr wohl bekannt!

Man weiß sehr wohl – und darüber herrscht Konsens, dass die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen und länger anhaltenden Symptomen nach einer antibiotischen Therapie desto größer sind, je länger Bb die Möglichkeit hat, in verschiedene Gewebe und Zellen einzudringen. Studien deuten darauf hin, dass Antibiotika nicht in alle Bereiche vordringen, in denen Bb sich etabliert (z. B. sind Fibroblasten der Haut ein sicherer Hafen für Bb [11, 22, 23, 24, 25, 29, 35, 52, 64, 70, 72, 80, 81, 84, 94], oder Synovialzellen und -flüssigkeit [1, 7, 9, 31, 34, 37, 42, 60, 61, 69, 70, 71, 102].

Schlussfolgerungen

In den NIH-finanzierten Studien wurden die Patienten nicht lange genug behandelt, um Aussagen darüber treffen zu können, ob eine verlängerte Therapie dem Patienten nutzt oder nicht. Diese US-”Kurzzeit”-Studien widersprechen anderen Untersuchungen/Studien sowie klinischen Berichten zahlreicher Mediziner, die ihre Patienten länger als gegenwärtig akzeptiert, behandeln. Wie kann die IDSA behaupten, eine antibiotische Langzeittherapie wirke nicht, wenn sie lediglich über eine Studie über den Therapiezeitraum von 3 Monaten verfügt? Nicht zu vergessen, dass die Mehrheit der Studienpatienten seit Jahren infiziert war und mindestens 3 – 6 Monate oraler Antibiotika benötigt hätte, um erste Verbesserungen zu sehen. Intravenös verabreichte Antibiotika mögen wenige oder moderate Verbesserungen nach 1 – 3 Monaten zeigen, doch wenn die Behandlung nur maximal 3 Monate dauert, dann abgebrochen wird und sich die Symptome nach und nach wieder auf das Niveau vor der Behandlung einpendeln, ist die Therapie basierend auf den NIH-Studien wirkungslos.

Übersetzung: B. Jürschik-Busbach © 2013

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Quelle: http://www.lymekick.com/chroniclyme.pdf
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