Borreliose und Medizintourismus – Auf, nach Indien?

Taj_Mahal_1865_(01)Der US-Sender CNN berichtet über den Medizintourismus. Insbesondere Patienten aus der westlichen Welt sehen sich mit teils horrenden Kosten konfrontiert. Immer mehr Malade zieht es darum in die Ferne.

CNN stellt u. a. den Fall Amy Scher, 33, vor. Sie konnte in den USA niemanden finden, der ihre Lyme-Borreliose und die dadurch entstandenen Nerven- und Muskelschädigungen, die Gehirnläsionen und den nahezu permanenten Schmerzzustand durch eine Stammzelltherapie behandeln wollte.

Gegen den Rat ihres US-Arztes (“er dachte, es würde mich umbringen”), und zunächst auch gegen ihre eigenen Bedenken, reiste sie zwischen 2007 und 2010 drei Mal nach Neu-Delhi, um das kontrovers diskutierte und noch experimentelle embryonale Stammzellzelltherapieprogramm zu absolvieren.

Heute, sagt sie, sei sie vollständig von allen Auswirkungen ihrer autoimmunen Krankheit geheilt. “Ich stimmte zu, ein Versuchskaninchen zu sein, weil mir diese Therapie das größte Heilungspotenzial bot”, so Scher. Im Laufe der Therapie sparte sie 60.000 US-Dollar – zum Vergleich: Eine Stammzellentherapie im Northwestern Memorial in Chicago kann 90.000 US-Dollar kosten. In Indien zahlte Scher für ihr Therapieprogramm 30.000 US-Dollar, einschließlich Unterkunft und Verpflegung.

Mehr Infos zum Thema Borreliose und Stammzellentherapie in Indien: http://www.verschwiegene-epidemie.de/tag/stammzellentherapie/

Übersetzt: B. Jürschik-Busbach © 2013

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