Borreliose: Kanadische Behörden räumen schlechte Tests ein

Borreliose-Tests und ihre Limitationen

Die Kanadische Gesundheitsbehörde räumt offiziell die schlechte Qualität der Borreliose-Tests ein und verlangt, dass serologische Tests nur zusätzlich zur klinischen Diagnose hinzugezogen werden sollen. Die Behörde betont, auf keinen Fall sollen serologische Borreliosetests die erste Grundlage für eine Borreliose-Diagnose oder Behandlungsentscheidung sein.

Weiter heißt es: Borreliose Test-Kits sind in Bezug auf Sensivität und Spezifität begrenzt. Mediziner sollten sich dieser Grenzen bewusst sein und werden aufgefordert, verdächtige Vorkommnisse einschließlich falsch-positiver oder falsch-negativer Testergebnisse an die Behörde zu melden.

Borreliose Patienten erhielten falsch-negative Testergebnisse, die zu einer verspätet einsetzenden Behandlung führten – auch so kann man chronisch Kranke produzieren

Bis Juni 2012 erhielt die kanadische Gesundheitsbehörde Meldungen über falsch-negative Testergebnisse bei 24 Patienten, was zu verzögerter Behandlung führte. Dabei macht die Behörde darauf aufmerksam, dass das frühzeitige Erkennen und Therapieren einer Borreliose für eine Genesung und das Verhindern von Langzeitschäden zwingend notwendig sei.

Recherchiert und übersetzt von B. Jürschik-Busbach © 2012 

Quelle: http://www.hc-sc.gc.ca/dhp-mps/medeff/bulletin/carn-bcei_v22n4-eng.php#a1

 

Ein Kommentar zu Borreliose: Kanadische Behörden räumen schlechte Tests ein

  1. Thomas H. meint:

    Borreliose: Deutsche Behörden räumen schlechte Tests ein
    Wann wird das offiziell eingeräumt!
    Das klinische Bild zählt, unsere Mediziner brauchen nur ihren Patienten zu zuhören und natürlich Glauben zu schenken.
    Dann werden weniger Menschen chronisch krank !!!

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