Neue Borreliose Studie: Der Äpfel-Birnen-Vergleich

Kürzlich wurde eine Studie vom unvermeidlichen IDSA-Leitlinienautor Wormser, zusammen mit Nadelman und anderen veröffentlicht. “Differentiation of Reinfection from Relapse in Recurrent Lyme Disease

Einen Tag später konnten es Ärzte und Interessierte im Ärzteblatt lesen: “Wenn es nach dem Abschluss einer Antibiotikatherapie der Lyme-Borreliose erneut zu einem Erythema migrans kommt, liegt in der Regel eine Neuinfektion vor.”

Borreliose Studie mit 17 Patienten

Eine wahrhaft niedliche kleine Studie mit sage und schreibe 17 Patienten, hatten Nadelman und Wormser da entworfen. Keiner dieser 17 Patienten litt an chronischer Lyme-Borreliose. Die Studie enthielt stattdessen Patienen, die man nach einer Wanderröte sofort behandelt hatte und die offenbar geheilt wurden. Für diese Studie wurden sie 10 Jahre lang beobachtet, ob sie eine neue Wanderröte entwickelten und eine Behandlung benötigten.

Es ist nichts Neues, dass eine Borreliose im Frühstadium noch gute Heilungschancen bietet. Eine Studie über wiederkehrende Wanderröte ist keine Studie über Patienten mit chronischer Borreliose. Und man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und behaupten, diese winzige Studie wecke Zweifel, ob Borreliose chronisch werden kann, denn offenbar handele es sich ja um Re-Infektionen.

B. Jürschik-Busbach © 2012


3 Kommentare zu Neue Borreliose Studie: Der Äpfel-Birnen-Vergleich

  1. Ist auf jeden Fall wieder ein Beweis eine chronische Borreliose auszuschließen.
    Obwohl– sind 17 Patienten relevant für viele tausend Borreliose Infizierte.

    Herr Dr.Wormser und Kollegen würden meine nachgewiesenen Rötungen ( Acodermatitis chronica atrophicans ) sicher auch als Neu-Infektionen diagnostizieren.
    Auch eine Möglichkeit der Wahrheit aus dem Weg zu gehen bzw. einen Ausweg aus einer sicher längst erkannten falschen Meinung zu finden.

  2. Thomas H. meint:

    Ich erwarte von unserer deutschen Regierung, dass wir als mit Borrelien & Co. Infizierte ernstgenommen werden, dass wir nicht weiter als psychisch oder psychosomatisch erkrankt in eine Ecke gestellt werden, dass wir ausreichend medizinisch und finanziell versorgungstechnisch ein erträgliches Leben führen dürfen …
    Es gab doch schon einmal eine Zeit in Deutschland, wo Menschen bewusst in eine Ecke gestellt wurden. Sind wir in unserem disozialen Deutschland viel weiter gekommen im Bezug Menschenrechte, Humanität und Toleranz ??? !!! ???

  3. Wie recht du hast Thomas.

    Da fällt mir eine Aussage von Hans-Jürgen Quadbeck- Seeger deutscher Chemiker ein.

    DAS RECHT AUF IRRTUM STEHT JEDEM ZU, ABER MAN SOLLTE ES NICHT MISSBRAUCHEN.

Kommentieren?

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Folgende HTML-Tags können benutzt werden: <a href=""> <abbr title=""> <blockquote cite=""> <cite> <code> <em> <q cite=""> <strike> <strong>