Borreliose – Auch in Schottland steigen die Erkrankungszahlen

Tausende von Schotten leiden unter Lyme-Borreliose, gleichzeitig ist vielen das Risiko aufgrund fehlenden öffentlichen Bewusstseins und fehlender Daten gar nicht bewusst.

Nun befürchtet man, dass die Zahl der Erkrankten in den nächsten Jahren deutlich steigen wird, schreibt Xeroshield, ein Life Science Unternehmen, das eine umfangreiche Studie zu Zecken und Borreliose in Schottland gestartet hat. Per Online-Umfrage zeigte sich erschreckende Unkenntnis in der Bevölkerung. Viele antworteten, dass sie Zecken mit den Fingern herausziehen oder sie mit Öl beträufeln.

Die Zahl der bestätigten Borreliose Fälle in Schottland ist in den letzten 10 Jahren um das Elffache gestiegen

Dass die Krankheit häufig als etwas völlig anderes diagnostiziert wird, hält das Unternehmen für ein großes Problem. Zecken sind in Schottland weit verbreitet, man findet sie nicht nur am Waldrand, sondern vor allem in den Heidegebieten und am Adlerfarn. Ein Grund für die Zunahme der Erkrankungen ist die zunehmende Beliebtheit von Outdoor-Aktivitäten bei gleichzeitiger Unkenntnis über die Risiken, die mit Zecken verbunden sind.

Trotz der deutlichen Zunahme der bestätigten Borreliose-Fälle, verkündet die schottische Regierung auf eine vor kurzem eingereichte Anfrage, dass man derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf sehe, gleichzeitig gibt man zu, dass man über keinerlei Daten verfüge, die Auskunft darüber geben könnten, wie viel Prozent der schottischen Bevölkerung mit Borrelien infiziert seien.

Das hat schon was: Die Bevölkerung wird von der Regierung gerne aufgefordert, sich viel in der freien Natur zu bewegen, gleichzeitig warnt man die Menschen weder vor den Risiken, noch möchte man Daten zur Gefährdung der Bevölkerung erheben.

Recherchiert und übersetzt von B. Jürschik-Busbach © 2012 

Quellen:

http://www.scotland.gov.uk/Publications/2011/12/14120931/0

http://bristol.ac.uk/news/2012/8176.html

http://www.hps.scot.nhs.uk/giz/lymedisease.aspx?subjectid=100

 

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