Borreliose: Kinderärzte ändern ihre Behandlungsstrategie

Bloß nicht abwarten – eine Borreliose muss sofort behandelt werden, lautet das Fazit von Dr. Nowalk von der Kinderklinik in Pittsburgh,USA.

Kinder mit Borreliose – immer mehr Fälle

“Wir sehen einige Fälle mit verspäteter Diagnose, weil die Wanderröte fehlt oder Symptome falsch interpretiert wurden”, ergänzt er. “In unserer Gegend ist Borreliose inzwischen viel häufiger als noch vor fünf Jahren. Von 10 bis 15 Kindern die wir hier pro Jahr sahen, sind es inzwischen fast 150 Kinder im vergangenen Jahr”, sagt Nowalk.

Borreliose – nicht warten, sofort antibiotisch behandeln!

Inzwischen empfehlen die Kinderärzte sofort Antibiotika zu verabreichen. “Die Dinge haben sich verändert und ich denke, die Behandlungsempfehlungen sollten sich ebenfalls ändern”, ergänzt Dr. Nowalk. “Es ist entscheidend, zu einer frühen Borreliose-Diagnose zu kommen, da der Therapieerfolg bei früh behandelten Patienten deutlich besser ist, als wenn Patienten verspätet behandelt werden.”

Recherchiert und übersetzt von B. Jürschik-Busbach © 2012 

Quelle: http://pittsburgh.cbslocal.com/2012/09/25/doctors-change-treatment-recommendations-for-lyme-disease/

Das müsste sich jetzt nur noch bei den Kinderärzten in Deutschland herumsprechen – hier sieht man die Dinge leider noch anders: http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/krankheit/show.php3?p=4&id=146&nodeid=28

3 Kommentare zu Borreliose: Kinderärzte ändern ihre Behandlungsstrategie

  1. Ingeborg Sch. meint:

    Ich fürchte ,daß die Kinderärzte in Deutschland die Krankheit Borreliose bei Kindern sehr wohl anders sehen.
    Die Aufklärung eines Kinderarztes an die Mutter eines Borreliose infizierten Kindes bestätigt meine Befürchtung.
    Kinderarzt:” Das Kind muß nicht behandelt werden, denn die Krankheit Borreliose macht sich erst im Alter bemerkbar. ”
    Wieviel Borreliose-Chroniker im Jugend- und Erwachsenenalter wird es nach dieser Aussage wohl in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in Deutschland geben? Kranke Menschen, die von einem Facharzt zum anderen pilgern und oft keine adäquate Hilfe erfahren.
    Nun, als die Krankheit wie ein Sturm über mich hereinbrach war ich 24 Jahre alt also noch keine alte Frau.

  2. Thomas H. meint:

    Viele Kinderärzte in Deutschland nehmen Borreliose immer noch nicht ernst genug.
    Mir wurden vor ein paar Wochen zwei Fallbeispiele geschildert, einmal von einer Mutter einer jetzt 13-jährigen Tochter und dann von einer Betreuerin eines 12-jährigen Mädchens.
    Beide Kinder waren mit deutlich sichtbaren Anzeichen in ärztlicher Behandlung, bekamen auch eine kurze Zeit Antibiotika, ein eindeutige Diagnose wurde angeblich in beiden Fällen nicht gestellt werden. Von Zeckenstiche und Borreliose sei keine Rede gewesen. Ich ließ mir von beiden Erwachsenen die Anzeichen beschreiben. Als ich ihnen dann Fotos von diesen Symptomen zeigte, bejahten sie diese. Ich wünsche beiden Kindern, dass sie nicht weiter erkranken. Armes Deutschland!

  3. kathisa meint:

    Ich habe einen Arzt kennengelernt, der bei passender Symptomatik nach Zeckenstich einen Bluttest ablehnte und einen privat bezahlt veranlaßten Test unbedingt mit allen Mitteln verhindern wollte.
    In diesem Gesundheitssystem stimmt irgendetwas nicht.

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