Borrelien und Biofilme – eine verhängnisvolle Affäre? Neues aus den USA!

Endlich wurde der Artikel von Sapi et al. veröffentlicht! Lieben Dank, Alice, für den Tipp! :-)

Während Sapi et al. biofilmbildende Borrelien beobachten, hat die ID$A-Autorin, Bockenstedt, ein gravierendes Problem. Sie scheint bei ihren Studien etwas entdeckt zu haben, was sie lieber nicht gesehen hätte. Mehr dazu im 2. Teil des Artikels weiter unten!

Borrelien und Biofilme – aus der Zusammenfassung: Borrelia burgdorferi (Bb), der Erreger der Lyme-Borreliose, ist seit längerem bekannt dafür, dass er sich zu Kolonien und Aggregaten zusammenschließen kann. Erst kürzlich konnte gezeigt werden, dass sich Bbs Zusammenschluss dramatisch verändert, wenn der Erreger in vitro einer feindlichen Umgebung ausgesetzt wird. Mit dieser Studie untersuchten wir die Hypothese, dass diese Zusammenschlüsse tatsächlich Biofilme sind. Strukturen, deren Widerstand gegen ungünstige Bedingungen gut dokumentiert sind. Wir untersuchten Bb auf einige bekannte Biofilm-Kennzeichen, einschließlich strukturelle Neuformierung, Variationen bei der Entwicklung von verschiedenen Substraten und dem Ausscheiden einer schützenden extrazellulären polymerischen Substanz (EPS). Dafür nutzten wir verschiedene Methoden der mikroskopischen, zell- und molekularbiologischen Techniken.

Borrelien bilden hochkomplexe, sich ständig neuformierende Strukturen

Die Ergebnisse des Rasterelektronenmikroskops beweisen, dass es in verschiedenen Stadien des Zusammenschlusses zu verschiedenen mehrstufigen Neuformierungen kommt, was zu einer komplexen, sich ständig neuformierenden Struktur führt.

Unsere Ergebnisse zeigen außerdem, dass Bb in der Lage ist, sich mit verschiedenen biotischen und abiotischen Substraten “zusammen zu rotten” und dabei sogar frei fließende Zusammenschlüsse zu bilden.

Die Analyse der extrazellulären Substanz der Zusammenschlüsse auf potenzielle Exopolysaccharide zeigte, dass es sowohl Sulfate und nicht-sulfatartige Substrate gibt, die hauptsächlich ein Alginat aus Kalzium und extrazellulärer DNA bilden. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir einen beträchtlichen Nachweis erbracht haben, dass Bb in vitro Biofilme bilden kann. Die Biofilmbildung von Bb mag eine bedeutende Rolle beim Überleben in verschiedenen Umweltbedingungen spielen, indem Biofilme dem Bakterium einen sicheren Zufluchtsort bieten.

Recherchiert und übersetzt von B. Jürschik-Busbach © 2012 

Quelle: Characterization of Biofilm Formation by Borrelia burgdorferi In Vitro

Sapi E, Bastian SL, Mpoy CM, Scott S, Rattelle A, et al. (2012) Characterization of Biofilm Formation by Borrelia burgdorferi In Vitro. PLoS ONE 7(10): e48277. doi:10.1371/journal.pone.0048277

 

Borreliose. Huch! ID$A-Leitlinienautorin stößt auf Persister. Houston, wir haben ein Problem!

 

Frau Dr. Bockenstedt, ihres Zeichens IDSA-Leitlinienautorin von 2006 (Borreliose), die sich hauptsächlich mit Mäusen statt mit Menschen beschäftigt, stieß offenbar bei ihren Studien auf etwas, das sie sehr verstört haben muss. Dr. MacDonald machte darauf im LymenetEurope aufmerksam. Frau Bockenstedt erhielt bei ihren Mäusestudien und Forschungen zur Lyme-Arthritis Bilder von Borrelien in seltsamer Form und Ausprägung, die sie sich nur als Borrelien-Biofilm erklären konnte.

Ungefähr: “Im Kontext von Biofilmen wird dieser Persistertyp damit in Verbindung gebracht, dass er zu einem Rückfall führt, wenn die Antibiotika weggelassen werden (…)”, schreibt sie nur im Diskussionsteil ihres Artikels:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3386809/

Dr. MacDonald schreibt, dass die Diskussionsrubrik für Autoren normalerweise eine Möglichkeit darstellt, ihre Analyse zu erklären und ihre Zusammenfassung, die aus der “Methoden-Rubrik” stammt. Was ihn erstaunt: Als Bockenstedt ihren Artikel einreicht, gibt es keine peer-reviewed Literatur zum Thema Borrelia burgdorferi und Biofilme. Jetzt erst gibt es den Artikel von Sapi et al. Dr. Bockenstedt hatte bei Einreichung ihres Artikels keinen peer-reviewed veröffentlichten Artikel zum Thema “Biofilme” und “Borrelia burgdorferi” zur Verfügung! Erstaunlich, oder?

Hat sie vielleicht heimlich in Westhaven abgeguckt? Festgestellt, dass ihre Aufnahmen Bb genau in den Formen zeigen, die man für Persister verantwortlich macht? Hoffen wir, dass es wissenschaftlich für IDSA-Autoren langsam eng wird!

Hier weitere Artikel zum Thema Borrelien und Biofilme.

 

10 Kommentare zu Borrelien und Biofilme – eine verhängnisvolle Affäre? Neues aus den USA!

  1. Pingback: Anonymous

  2. Anita Hohendorf- Kolbe meint:

    So kann`s kommen! Prima!

  3. Isabell meint:

    Na huuuuuuch!

  4. Pingback: Rizole bei Borreliose, Bartonellen, Babesien etc. - Seite 8

  5. Birgit meint:

    Wie lange können sie noch mauern und tricksen, bis ihnen die Sache um die Ohren fliegt.

    ‘Wo ist das Problem?’ Grrrr

  6. So lange können Sie noch mauern und tricksen bis möglichst alle Borreliose- Chroniker das zeitliche gesegnet haben.
    Das ist meines Erachtens das Problem.
    WO IST DAS PROBLEM ?
    Die Antwort darauf :
    Tausende nicht erkannte und nicht ursächlich behandelte Chroniker sind das PROBLEM.

  7. Claudia K. meint:

    Es ist nicht zu fassen! Frau Dr. Bockenstedt gehört ob ihrer mangelnden Interpretationsfähigkeit der Doktortitel aberkannt. Und das als Leitlinienautorin. Gepriesen sei Herr Dr. MacDonald!

  8. maik meint:

    hört sich jetzt total blöd an …

    aber ich glaube Außerirdische sind gelandet uns wollen uns langsam aber sicher ausrotten!!!!!!!!

    anders kann man das nicht mehr erklären – es stinkt doch zum Himmel!!!

  9. Ruth Hörnig meint:

    Das kann passieren, wenn man forscht. Konsequenterweise sollte die ID$A aus eigennützigen Motiven -wie bisher- die Forschungen besser einstellen. Herrlich, sie sägen an dem Ast, auf dem sie sitzen…

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