Borreliose: Erkrankungszahl in Rheinland-Pfalz – höher als erwartet!

Borreliose Meldepflicht erst seit wenigen Monaten – Erkrankungszahlen höher als erwartet

Seit fast einem Jahr gibt es in Rheinland-Pfalz die ärztliche Meldepflicht bei Borreliose-Erkrankungen. Die Zahlen sind viel höher als erwartet. Weit über 2000 Fälle meldeten behandelnde Ärzte seit Einführung der Meldepflicht an das zuständige Landesgesundheitsamt. Dabei werden viele Erkrankungen noch immer gar nicht oder teilweise erst nach Jahren erkannt. Die Dunkelziffer ist hoch. Für die Erkrankten bedeutet Borreliose oft eine entsetzliche Leidenszeit: Jahrelange Schmerzen in den Gelenken sind keine Seltenheit. Übertragen wird die Krankheit durch Zecken, die nicht nur auf Waldwiesen, sondern auch im heimischen Garten oder auf öffentlichen Liegeflächen lauern. Gegen die bakterielle Erkrankung gibt es keinen Impfschutz. Wie können wir uns schützen? Soll man Zecken als Überträger bekämpfen? Brauchen wir Warnschilder im Wald? Viele Krankheits-Opfer fühlen sich alleingelassen. Zur Sache mit Hintergründen zu einer umstrittenen Krankheit.

Quelle: http://programm.ard.de/Programm/Jetzt-im-TV/zur-sache-rheinland-pfalz-/eid_282317923936768?list=main&first=1

Ein Kommentar zu Borreliose: Erkrankungszahl in Rheinland-Pfalz – höher als erwartet!

  1. Inge meint:

    Bundesministerium für Gesundheit:

    1. Meldepflicht für Borreliose Deutschland

    Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist die Lyme-Borreliose weder
    § IfSG für den Arzt als meldepflichtig geregelt noch ist der Nachweis des Krankheitserregers (B.burgdorferi) nach§ 7 IfSG von dem Labor an das Gesundheitsamt zu melden.

    Die Entscheidung, ob eine übertragbare Krankheit oder Erreger einer übertragbaren Krankheit meldepflichtig gemacht werden oder nicht, bedeutet keine “Anerkennung” oder “Nichtanerkennung” dieser Krankheit.
    Die Frage, welche übertragbaren Krankheiten oder Krankheitserregenachweise nach dem IfSG meldepflicht sein sollen, hängt nicht vorrangig von der Bedeutung oder Schwere der betreffenden Krankheit ab.

    Eine gesetzliche Verpflichtung der Ärzte oder Labore zur Meldung einer bestimmten Krankheit oder einer bestimmten Krankheit oder eines bestimmten Krankheitserregers setzt vielmehr voraus,dass diese Meldepflicht ein geeignetes und angemessenes Mittel ist, um damit bestimmte Gesundheitsschutzziele zu erreichen.

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