Borreliose: Die Franzosen gehen auf die Straße! Demo am 15. September 2012

Es reicht! Die Missstände, unter denen Borreliosepatienten leiden, lässt die Betroffenen in Frankreich jetzt demonstrieren.

Am 15. September 2012 gehen die Franzosen um 13:30 Uhr am Place Kleber in Strasbourg auf die Straße!

Geplant ist ein gewaltfreier Protest, der auf die Probleme bei der Lyme-Borreliose aufmerksam machen soll. Die Demonstration ist polizeilich angemeldet und genehmigt.

Alle, ob Kinder oder Erwachsene, die Ihren Unmut über den Mangel an Information, Prävention, Forschung, Diagnostik, ärztliche Ausbildung, Pflege und Unterstützung der Patienten Ausdruck verleihen möchten, sind herzlich eingeladen, mit zu marschieren.

Weitere Informationen finden Sie hier (in Englisch)
und Kontakt:

Madame Judith Albertat

Présidente de Lyme Sans Frontières

http://www.associationlymesansfrontieres.com

contact@associationlymesansfrontieres.com

13 Kommentare zu Borreliose: Die Franzosen gehen auf die Straße! Demo am 15. September 2012

  1. Thomas meint:

    Endlich !!!
    Die Franzosen gehen am 15. September 2012 in Strassbourg auf die Strasse. Doch hier stellt sich die Frage: Wo bleibt der “deutsche Michel” ?
    Wem es gesundheitlich möglich ist oder wer (noch)nicht von Borreliose betroffen ist, sollte in Strassbourg teilnehmen.
    Aber auch wir in Deutschland, an Borreliose Erkrankte und Nichtbetroffene, verpflichtet, unsere Bundesregierung schleunigst wachzurütteln und zum dringlichsten Handeln aufzufordern:
    - Sofortige Einführung der bundesweiten Meldepflicht, nicht nur von Frühinfektionen, sondern auch von chronischer Borreliose.
    - Wiederaufnahme der chronische Borreliose in die Liste der chronischen Erkrankungen und die Erkankung als Infektionserkrankung zu führen.
    - Finanzielle und wirtschaftliche Absicherung von chronisch Erkrankten, die nicht mehr arbeiten können.
    - Einführung verpflichtender Fortbildung von Ärzten zur schnelleren und besseren Diagnostik und Therapie.
    - Bundesweiter Aufbau von Borreliose-Zentren
    - Patienten, auch ohne Antikörpernachweis und negativer Liqourdiagnostik, aber mit klinischen Bild, zu behandeln und nicht als Hypochonder, Simulanten und Somatisierer anzusehen.
    - Schnellstens Forschungsgelder einzustellen, um eine bessere Diagnostik und Therapiemöglichkeiten zu schaffen.
    - Kosten der Langzeitantibiosen, auch intravenös, müssen umgehend von den Krankenkassen bzw. Kassenärztlichen Vereinigungen übernommen werden. Es geht doch nicht an, dass Betroffene noch finanziell für eine Behandlung aufkommen müssen, um nicht noch kränker zu werden.
    - Präventionsarbeit in Kindertagesstätten, Schulen, Vereinen, Jugendzentren, Familien, Volkshochschulen und Betrieben.

    Lt. unseren Poltikern und Wirtschaftsweisen werden in Deutschland zukünftig alle Bürger benötigt, um unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand, ob im Angestelltenverhältnis, freiberuflich oder in selbstständiger Tätigkeit, aufrechtzuerhalten.
    Hier stellt sich die berechtigte Frage, warum werden so dringend benötigte Menschen einfach krank werden lassen und oftmals ihrem Siechtum überlassen. Erinnert an die Zeiten der Pest, Pocken, Syphillis & Co.
    Borreliose ist unser neues HIV.

    Alle Borreliose-Patientenorganisationen, alle Selbsthilfegruppen sind gefordert, an einem Strang zu ziehen und die Interessen der Betroffenen klar und deutlich zu vertreten !!!

    Und zum Schluß: Der “deutsche Michel” ist gefordert. Nehmen wir uns ein Beispiel an unseren französischen Freunden !!!

  2. Ja – der DEUTSCHE MICHEL regelt die Borreliose- Seuche auf seine ganz spezielle Weise.

    1. Indem die Bundesregierung ab 1.1.2009 die Chronische Borreliose aus der Listung der 80 Chronischen Krankheiten entfernte. Seitdem gibt es die Krankheit auch in der BFA nicht mehr.

    2. Die Medien ( Hünerfeld- Filme ) sind willige Helfer der Versicherungen und der Bundesregierung alle Chroniker zu verleumden , die Borreliose- Selbsthilfe als verbotene Sekte darzustellen.
    Trotz großem Protest bei ARTE/SWR/ARD sind die Sender zu keiner Entschuldigung bereit, wie also können sich schmerzgeplagte Chroniker zur Wehr setzen ? Eigentlich unmöglich bei der unspezifischen Serologie und dem Komplott einiger Ärzte für die es keine Chroniker gibt.
    (Lt. Prof. Rauer, Frau Prof. Hoffmann aus
    o.g. TV- Film)

    3. Unsere Patientenorganisation wurde dadurch fast an die Wand gefahren.
    Daß ich einen Skandal wie diesen noch erleben muß hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt.
    Leider ist dies alles kein Traum sondern traurige Wirklichkeit. Auch so kann man tausende Chroniker mundtod machen und entsorgen.
    Viele Kranke schieden schon freiwillig aus dem Leben.
    Unsere Bundesregierung interessiert sich offenbar nicht für die Not der Borreliose-Chroniker.
    Daran wird sich vermutlich auch durch eine Demonstration in Berlin wenig ändern.
    ” EINGEBILDETE KRANKE ” eben – was solls .

  3. Pingback: Wir sollten es den franzosen gleich tun

  4. Inge meint:

    Es ist endlich Zeit unsere Geduld ist am Ende.

    Herr Hühnerfeld und die Medien haben uns mit Ihrem Bericht sichtlich in eine Ecke gedrückt, die wir so nicht mehr länger hinnehmen dürfen. Das Maas ist voll, den nach wie vor werden viele Betroffenen nicht therapiert, oder stecken in falschen Diagnosen. Es wird billig in Kauf genommen, dass somit die schwere Infektion auch bei Schwangere auf das Ungeborene Wesen übertragen werden kann.

    Wir fordern die kassenärztliche Vereinigung und das Ganze System endlich auf zu handeln.

    Auch der Gesundheitsminister steht in der Pflicht..

    .Keine Therapie kommt einer Unterlassungshilfe gleich!
    Die Menschenrechte werden regelrecht mit den Füßen getreten.

    Unsere Geduld ist zu Ende, deswegen fördern wir hiermit die Infektologie an den Uni Kliniken dringend als Pflichtfach aufzunehmen.

    Für die Medizin ist es ein Armutszeugnis, dass man immer noch keinen aussagenkräftigen Test entwickeln konnte, oder bewusst nicht gemacht wurde?

    Schluss mit der Beweispflicht für Betroffenen, Ärzte müssen stärker in die Verantwortung genommen werden.

    Selbst der Nikolaus Beschluss wird vom Gericht nicht anerkannt und alternative Behandlungen verweigert.

    Die Gerechtigkeit bleibt auch hier gänzlich auf der Strecke.

    Wir wünschen Prävention und sofortige Therapieumsetzung und zwar für alle Borreliose Erkrankte.

    Die finanzielle Seite eines Betroffenen ist durch das System katastrophal.

    An den Bürgerbeauftragten und Team, ich finde es unmöglich wenn sich Betroffenen hilfesuchend an Sie wenden und Ihr Amt sagt, wir melden uns, doch nach Wochen keine Antwort folgte.

    So finde wir dieses Amt als Kostenverursacher und überflüssig.

    Alle die nicht Ihre verdammte Pflicht dem Bürger gegenüber erfüllen, sind in Ihren Ämtern untragbar und gehören entlassen.

  5. Jürgen meint:

    Die korrekte web-Adresse von
    “Association Lyme Sans Frontières”
    lautet:
    http://www.associationlymesansfrontieres.com

    Borreliose und Co Erkrankte, nicht nur aus Frankreich,sondern aus ganz Europa, sollten, wenn es gesundheitlich irgendwie geht, an dieser Demo in Strasbourg teilnehmen!
    Informiert andere Betroffene durch mail, Brief und Telefonat. Viele, nicht nur ältere sind nicht im Internet unterwegs. Macht die örtlichen Selbsthilfegruppen hierauf aufmerksam. Bildet ggf. Fahrgemeinschaften.

    Der geplante Tagesablauf der “Association Lyme Sans Frontières” ist einzusehen unter:
    http://www.associationlymesansfrontieres.com/manifestation-strasbourg-samedi-15-septembre-2012/

  6. Thomas H. meint:

    Hallo !
    Wohne wohl grenznah zu Frankreich, bin aber leider nicht der französischen Sprache mächtig.
    Ist jemand bereit, die Informationen der http://www.assocationlymesansfrontieres.com über die Demo am 15. September (Tagesablauf), die Petitionstexte in deutscher Sprache usw. ins Netz zu stellen.
    Dieses Engagement kann sich nur positiv abzeichnen. Wer hat Kontakte zu deutschen Fernsehsendern und Zeitungsredaktionen, auch wenn es nur lokale Sender und Redaktionen sind, um über diese Demo und Bewegung zu berichten. Das französische Engagement muss uns und unser Land zum Aufstehen motivieren.
    Ein Danke schön an Jürgen für die Anregung!

  7. Zeckenstich-Borreliose: Die verschwiegene Epidemie - 9 LEBEN Verlag meint:

    Danke Jürgen für den korrekten Link und den Tagesablauf! :-)

  8. Jürgen meint:

    Hallo Thomas H.
    Unter der Web-Seite http://www.associationlymesansfrontieres.com/
    ganz unten besteht die Möglichkeit sich diese in verschiedene Sprachen übersetzen zu lassen”.
    IST EINE SEHR GUTE IDEE!
    @Birgit: ruf mich bitte mal zurück!!!

  9. Apologies that I cannot write in German.

    I wish you all good luck to join together with the French protest.

    We know that it does not make the government do an immediate action to make things better, but it will make them uneasy – because we are getting together across Europe.

    In May in London we had about 50 Lyme demonstrators outside the Department of Health, then 6 of us crossed the road and gave a petition with over 2000 signatures to number 10 Downing Street.

    That isn’t many signatures I know, but we had hardly any publicity from the UK Lyme charities, and I am very disabled by Lyme. But we will carry on until we have many more names in the petition.
    It made us feel united to meet each other, to see people for the fist time, and realise how we must keep together in the future.

    Here is an article about the demonstration day in May:
    http://www.elenacook.org/9may12rally.html

    It does not mention 2 good things – 1, the Countess of Mar, one of the most senior politicians in the House of Lords, came to the demo at mid day to wish us well, and 2, two MPs came with us to Number 10 Downing Street to hand over the petition.

    I believe that the UK is the worst country in Europe for not telling people about Lyme, and for denying that it is a problem. We are in a very bad situation here.
    I wish I could join the French in Strasbourg on September 15th.
    Good luck to all those who do go.
    best wishes
    Denise

    • Zeckenstich-Borreliose: Die verschwiegene Epidemie - 9 LEBEN Verlag meint:

      Thanks a lot for your comment, Denise! :-) I felt free to translate your words. You really made the point: We are getting together across Europe! Action alliances against ignorance!
      Denise von UK Lyme Petition schreibt, dass sie uns viel Glück in Frankreich wünscht. Wir wissen, dass Protest die Regierung nicht zu sofortigen Verbesserungsmaßnahmen bringt, aber es wird schwieriger für sie, weil wir uns europaweit zusammenschließen. Im Mai demonstrierten 50 Menschen vor dem Gesundheitsministerium und überreichten in Downing Street No. 10 eine Petition mit über 2000 Unterschriften. Das ist noch nicht viel, aber wir machen weiter bis wir mehr Petitionsunterzeichner haben werden. Wir fühlen uns miteinander verbunden und wir wissen, dass wir für die Zukunft zusammen halten müssen. Hier ist der Link zur Demo in London:
      Was nicht im Bericht steht: Der Graf von mar, ein etablierter Politiker des House of Lords gesellte sich zur Demo und wünschte uns alles Gute und zwei Parlamentsmitglieder begleiteten uns zur Downing Street, um die Petition zu überreichen.
      Ich glaube, in England ist die Situation europaweit am schlimmsten, was das Leugnen der Probleme betrifft. Wir sind in England in einer schlimmen Lage. Ich wünschte, ich könnte Euch in Strasbourg am 15. September begleiten. Viel Glück für alle, die hinfahren!
      Beste Wünsche,
      Denise

  10. jacqui butterworth meint:

    I do wish I could be there but after having Lyme 25yrs find travel difficult. All the best in your endevour to highight the fact that Lyme patients are being ignored by our governments. Denise Longman, Lady Mar are wonderful in fighting so hard for us-wonder why the Lyme and ME charities are not doing the same? It is my opinion that partly through their lack of commitment, frightened of upsetting doctors/government that we are not receiving the help we need.
    Best of luck, hope there is strong media support,

    Jacqui Butterworth

    • Zeckenstich-Borreliose: Die verschwiegene Epidemie - 9 LEBEN Verlag meint:

      Dear Jacqui,
      thanks a lot for commenting! All the best to you! :-)
      Birgit

  11. Thomas H. meint:

    Ich bin heute sehr wütend !
    Zuerst fast zwei Jahre mit einer Art neuropathischer Schmerzen entlang der gesamten Wirbelsäule und über den ganzen Körper, ausstrahlend in alle Extremitäten (Beine und Arme bis in Zehen und Fingerkuppen), Sehverschlechterungen und schmerzhaften Kopfhautenzündungen mit Nervenstichen, immer noch andere Beeinträchtigungen wie Blasen-, Darmprobleme (Notfalleinweisung in die Innere Abteilung eines Krankenhauses), ab und an Atemprobleme – alles, was ihr vielleicht auch kennt, es war zum Verrecken !!!
    Diagnose von früherer Hausärztin und stationärer Neurologie: Sie haben nichts!
    Somatisierungsstörung! Sie haben Probleme, die Sie bearbeiten sollten, also psychosomatisch!
    Mein Zustand wurde immer schlechter, bis ein neuer Hausarzt mich zu einem Spezialisten der DBG schickte. Dort die Diagnose: Radikulitis auf dem Boden einer Spätborreliose.
    Zwischenzeitlich Aufgabe meines Gewerbes und meiner TZ-Arbeitstelle, Aussteuerung aus der Krankenkasse, vorläufig kein Bezug von Arbeitslosengeld, da ich nicht unter den § 125 SGB fiel, “da ich mich nur angeblich besinnen müßte”, also Simulant! Ich musste meinen jüngsten Sohn und mich privat krankenversichern, erklärte mich auf Anraten bei der Agentur für Arbeit dann allerdings arbeitsfähig, dann wieder renten- und krankenverishcert mit Bezug von Arbeitslosengeld bis November 2012.
    Rentenantrag wurde im Dezember 2011 abgelehnt aufgrund des Gutachters, eines Neurologen/Psychiaters: Es liegt keine psychische Erkrankung oder Störung vor. Der Patient schildert wohl polytop in ihrer Qualität polymorphe Schmerzen, die es gar nicht geben kann (aber im Anhang die komplette Auflistung, die es nur bei Borreliose gibt!). Diese Schmerzen könnten lt. Gutachter möglicherweise von einer Kränkung vor 6 Jahren herrühren, da Pat. seinen langjährigen Arbeitsplatz verließ. Daher müßte ich sofort ins Erwerbsleben eingegliedert werden, da ich mich sonst nur noch mehr hineinsteigere. Empfehlung einer wöchentlichen Psychotherapie und einer psychiatrisch-medikamentösen Versorgung.
    Mündlicher Wortlaut des Gutachters: Die Schmerzen wären weg, wenn ich ´mal wieder etwas arbeiten würde.
    Leider habe ich in meinem ganzen Leben gearbeitet, bis vor 6 Jahren Vollzeit in einer Leitungsfunktion, seit 6 Jahren Teilzeit, nebenberuflich eine kleine Firma geführt, alleinerziehend über 12 Jahre drei Kinder erzogen, ein Haus nach der Scheidung teilweise abbezahlt undundund …
    Widerpsruch gegen die Ablehnung der Rente eingelegt mit der jetzigen Diagnose: Borreliose. Lt. neuer Fachärztin für Neurologie/Psychiatrie mit Schwerpunkt Borreliose: eklatante Fehldiagnose bei Vorliegen dieser Symptome, Fehlbehandlungen führten mich ins gesndheitliche und wirtschaftliche Aus.
    Es wird mir keine Hoffnung gemacht auf Rentengewährung, da chronische Borreliose “keine anerkannte Krankheit” ist,
    Empfehlung von Bekannten: “Mach auf psychisch!” Gelingt auch nicht, weil ich angeblich nicht bereit bin, dass psychosomatische Störungsmodell anzuerkennen und meine Probleme aufzuarbeiten, dann wären angeblich meine Schmerzen schon erledigt.
    Ich kann bald nicht mehr! Eigentlich wird man so gezwungen, einfach auszuscheiden!
    Langzeitantibiose seit Januar 2012 zeigte Erfolg, allerdings bin ich nicht gesund, schmerzfrei und auch nicht leistungsfähig.
    Ich möchte, dass die Infektionserkrankung Borreliose in unserem Deutschland anerkannt wird !!!
    Zum Schluss: Wie vielen anderen Betroffenen, ist es mir genauso ergangen. Wo leben wir denn, wohl in dem Märchen “Des Kaisers neue Kleider” ???
    Was uns und mir widerfahren ist: Als Patient nicht ernst genommen, zu späte richtige Diagnose und Behandlung – das alles ist eine unterlassene Hilfeleistung seitens ärztlicher Seite, ich nenne es einfach Totschlag !!!
    Wer kann mir noch einen Rat geben ???

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