Borreliose: WDR-Beitrag Gefährlicher Zeckenstich

Mit Spannung haben viele Patienten und Interessierte den WDR-Beitrag zum Thema Borreliose “Gefährlicher Zeckenstich” verfolgt.

Nachdem mancher Sender in der Vergangenheit leider auch schlampig recherchierte und einseitige Dokus zum Thema ausstrahlte, zeigte der WDR mal wieder, wie man das journalistisch gut und professionell macht.

Die Kontroverse wurde dargestellt, beide “Seiten” des Meinungsstreits kamen zu Wort, die Patienten ebenso und es wurde deutlich gemacht, wie sehr Patienten unter diesem medizinischen Dissens leiden. Gleichzeitig wurde zu Recht auch endlich mal laut gefragt, warum anscheinend weder Krankenkassen, noch die Politik oder Wissenschaft ein Interesse an zuverlässigen standardisierten Diagnosemöglichkeiten/Tests haben. Von Sendungen dieser Machart bitte mehr!

Dem sei noch hinzuzufügen, dass das Nationale Referenzzentrum Borrelien seit Jahren den gesundheitspolitischen Auftrag hat, für eine Standardisierung der Borreliose-Tests zu sorgen – bislang laboriert man an diesem Thema aber offenbar erfolglos herum, aber das scheint niemanden zu interessieren. Es bleibt also noch viel zu tun und noch mehr, um darüber zu berichten.

9 Kommentare zu Borreliose: WDR-Beitrag Gefährlicher Zeckenstich

  1. Pingback: Guter Fensehbeitrag eben gerade

  2. Herzlichen Dank an das WDR- Team. Dieser Beitrag beleuchtete offen und ehrlich die unterschiedlichen med. Meinungen zur Borreliose. Leider wird dieser medizinische Streit seit über 30 Jahren auf dem Rücken der Infizierten und besonders der chronisch an Borreliose Erkrankten ausgetragen.
    Wie lange noch duckt sich die Politik,die Gesundheitssysteme,die Mediziner vor vielfachem Leid der schmerzgeplagten Chroniker? Wer hat ein Interesse an ungenauen Tests? Warum kann eine falsche med. Meinung nicht revidiert werden?
    Auch ich hatte das Pech nach 38 Jahren chr.Krankheit ELISA- seronegativ. Ein sehr hoher LTT bestätigte jedoch die Chr. Borreliose (Dieser Test wird von Prof. Rauer/NRZ/Prof. Hoffmann nicht anerkannt ).
    Mir und vielen Kranken der Borreliose- Selbsthilfe hat der LTT eine Therapie ermöglicht.
    Von Kurt Tucholzky an die Borreliose-Leugner:
    Lass dir von keinem Fachmann imponieren, der dir erzählt: ” Lieber Freund, das mache ich seit 20 Jahren so!” Man kann eine Sache auch 20 Jahre lang falsch machen.

  3. britta meint:

    Dankeschön für diesen Beitrag. Gut recherchiert mit zwei super Beispielen. So sollte die Berichterstattung zum Thema aussehen. Evtl. werden die Verantwortlichen endlich wach. Die Leidtragenden sind nämlich die Betroffenen.

  4. kathisa meint:

    Mal endlich ein guter, sachlicher Beitrag, der die Situation darstellt wie sie ist und nicht das Problem bagatellisiert. Von Beiträgen, die das Problem der Borreliose bagatellisieren, haben wir leider schon zu viele gehabt. Da lob ich mir den WDR. Bitte sendet weiter Beiträge, die das Problem beleuchten. Da gibt es noch eine Menge, über das der WDR berichten könnte, z. B. eine kleine Doku über die Hintergründe der Lyme Borreliose, deren Entdeckung in dem kleinen Örtchen Lyme, die Interessenskonflikte, die die Leitlinienautoren haben.

  5. Anita Hohendorf- Kolbe meint:

    Ein guter Bericht, ein Hoffnungsschimmer nach alle diesen verharmlosenden und verdummenden Berichten der letzten Zeit.
    ” Wir haben ein Problem!”
    und zwar ein richtig großes! Beiträge wie dieser können ein erster Schritt in die Richtung einer Lösung sein.
    Wir brauchen keinen Zeckenkrieg, wir brauchen eine Auseinandersetzung mit der Lyme- Borreliose auf wissenschaftlicher Basis, wir brauchen endlich standardisierte Tests, von der Kasse bezahlt und eine ausreichende frühzeitige Therapie.
    Was wir nicht gebrauchen können, sind Dogmen jeglicher Couleur.Hier geht es ausnahmsweise mal nicht um Rechthaben, sondern darum, Leid zu verhindern.
    Eine Bitte an die momentanen Meinungsführer in Sachen Borreliose: ” Wer A sagt muß nicht B sagen. Er kann auch erkennen, das A falsch war!” Dieses Brecht Zitat anzuwenden zeugt von wirklicher Reife.
    Danke dem WDR, dass er damit begonnen hat und danke den beiden Patientinnen, die sich getraut haben, ihre Geschichte zu veröffentlichen.

  6. Thomas Harsch meint:

    Ich habe den WDR-Beitrag am 16. Juli 2012 wohl verpasst, konnte ihn aber heute auf der WDR-Homepage mit viel Interesse anschauen.
    Ein sehenswerter Filmbeitrag, objektiv angegangen, die unterschiedlichen medizinischen Meinungen dargestellt, zwei Betroffene, die ihr Leid und die damit verbundene Problematik schildern konnten, auch das Problem mit dem seronegativen Testergebnis. Danke schön an die beiden Frauen und an Dr. Berghoff für seine deutlichen Ausführungen.
    Mich hat nach langer qualvoller Odysee (Fehldiagnose: Somatisierungsstörung) ein neuer Hausarzt, der mir endlich zu hörte und mich als Mensch ernst nahm, der LTT und dann ein hervorragender Arzt der Deutschen Borreliose Gesellschaft gerettet und mir wieder etwas mehr Lebensqualität verschafft.
    Unwissende und selbstherrliche Mediziner haben durch eklatante Fehldiagnosen und unangebrachte Fehlbehandlungen mich nicht nur in eine chronische Borreliose hineinkatapultiert, sie haben mir auch meine wirtschaftliche und soziale Existenz zerstört.
    Wir als Betroffene sind aufgefordert, für unsere Rechte einzutreten !!!
    Wir haben in Deutschland ein richtiges Problem, das unsere Poltiker, unsere Krankenkassen und auch viele Mediziner nicht wahrhaben wollen. Verharmlost wird diese Infektionserkrankung, doch alle wissen ganz genau, daß immer mehr Menschen davon betroffen werden.
    Liebe Poltiker, liebe Verantwortlichen bei den Krankenkassen, liebe Mediziner,
    sie alle sind endlich gefordert, diese krankheitsübertragenden Getiere ins Visier zu nehmen, rasch und nicht halbherzig Forschung zu betreiben, standisierte Tests und diagnostische Verfahren zu entwickeln, aber auch Behandlungsmethoden zu eruieren, die den Betroffenen wieder Heilung schenken kann.
    Liebe Verantwortlichen, vertuscht nicht weiter das Problem, sondern packt diese Erkrankung an den Wurzeln.
    Denn auch Sie oder ihre Kinder können heute oder morgen selbst betroffen sein !!!
    Herzlichen Dank an das WDR-Team, machen Sie weiter so und helfen Sie mit ihren Beiträgen zu einem neuen Bewußtsein über diese In fektionserkrankung !!!

  7. Bonin Petra meint:

    Aufgrund meiner Lobes-Mail an das “markt”-Team bekam ich folgende Antwort:

    “Sehr geehrte Frau Bonin,

    vielen Dank für Ihre Mail und Ihr Feedback, das uns sehr wichtig ist! Informationen und Anregungen unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sind uns sehr willkommen, auch wenn wir aus Zeit- und Kapazitätsgründen leider nicht immer im Detail darauf eingehen können. Dafür bitten wir Sie um Verständnis. Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Sendung und hoffen, Sie bleiben uns auch weiterhin als aufmerksame und kritische Zuschauer gewogen.

    Mit freundlichem Gruß,
    Ihr markt- Onlineteam”

  8. Torsten Löhr meint:

    Auch bei mir wurde die Chr. Borr. nur durch LTT und einen äußerst gewissenhaften Arzt nachgewiesen. Ich bin erschüttert darüber, dass selbst als Privatpatient die Kosten für LTT nicht durch die Versicherung übernommen wird. Wie immer wird alles auf dem Rücken der chr. Kranken ausgetragen. Ich bin bereit vor Gericht zu gehen und such noch “Gleichgesinnte”

    • Zeckenstich-Borreliose: Die verschwiegene Epidemie - 9 LEBEN Verlag meint:

      Also, “Gleichgesinnte” bitte melden. Vielleicht kann man gemeinsam etwas erreichen?! Vielen Dank Torsten! :-)

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