Chronische Borreliose: Neue Übersicht. Die Rolle der Borrelien-Oberflächenproteine für die Erregerpersistenz

Neue Veröffentlichung in FEMS Immunology & Medical Microbiology zur Persistenz von Borrelia burgdorferi – hier die Zusammenfassung/Übersetzung:

Humanpathogene Spirochäten gehören zum Borrelia burgdorferi sensu lato-Komplex. B. burgdorferi-Organismen sind extrazelluläre Erreger die durch den Stich von Ixodes spp. (Zecken) auf den Menschen übertragen werden. Diese Spirochäten sind einzigartig, sie können eine chronische Infektion verursachen und persistieren im infizierten Menschen, auch wenn eine robuste humorale und zelluläre Immunantwort durch den infizierten Wirt produziert wird.

Warum Borreliose chronisch werden kann

Wie dieses extrazelluläre Pathogen der Immunantwort des Wirtes für derart lange Zeiträume entgehen kann, ist derzeit unklar. Um besser verstehen zu können, wie dieser Organismus im infizierten Menschen bestehen kann, konzentrierte man sich in vielen Laboren auf Untersuchungen zur Identifizierung und Charakterisierung der äußeren Oberflächenproteine von B. burgdorferi. Da die Schnittstelle zwischen B. burgdorferi und seinem menschlichen Wirt die Außenfläche ist, müssen Proteine der äußeren Membran eine wichtige Rolle bei der Verbreitung, Virulenz, dem Organ/Gewebetropismus und der Immunevasion spielen.

In den letzten zwei Jahrzehnten sind zahlreiche äußere Oberflächenproteine (Osp) von B. burgdorferi identifiziert worden und in neueren Studien wurde damit begonnen, die funktionelle(n) Rolle(n) dieser vielen Osps aufzuklären. Dieser Aufsatz fasst zusammen, was bislang in Bezug auf Osps von B. burgdorferi identifiziert wurde und liefert detaillierte Einblicke in die Funktionen dieser Proteine, die mit der einzigartigen parasitären Strategie dieser Spirochäten verbunden sind.

Recherchiert und übersetzt von B. Jürschik-Busbach © 2012

 

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