Lyme-Borreliose: Die IDSA fragt per Facebook – über 1.200 Borreliosepatienten antworteten binnen 48 Stunden

Per Facebook fragt die Infectious Diseases Society of America (IDSA) was man von ihr im neuen Jahr erwarte.
Die Antworten – über 450 allein von Patienten mit chronischer Lyme-Borreliose dürften nicht das sein, was die IDSA erwartet hat. Jeder Kommentar, jede Antwort zeigt, dass hier ein weltweiter unsäglicher Missstand vorliegt.
Auf die Antwort seitens der IDSA, so sie überhaupt erfolgen wird, dürfen wir gespannt sein: http://www.facebook.com/IDSociety

7 Kommentare zu Lyme-Borreliose: Die IDSA fragt per Facebook – über 1.200 Borreliosepatienten antworteten binnen 48 Stunden

  1. Betty meint:

    Ich komm aus Österreich habe chronische Lyme-Borreliose und ich finde es schlimm, das diese Erkrankung nicht als solche gilt. Ich bekomm schwer eine weitere Behandlung da ich mir keine privaten Ärzte leisten kann. Bin alleinerziehende Mutter von 2 Kindern (2 und 4 Jahre) und mach mir auch Sorgen um ihre Gesundheit da ich nun weiß das ich in der Schwangerschaft schon Borreliose hatte.
    Keiner weiß etwas und keiner tut was.

    • Zeckenstich-Borreliose: Die verschwiegene Epidemie - 9 LEBEN Verlag meint:

      Hallo Betty,
      ja, es ist unsäglich, wie weltweit mit Patienten verfahren wird, die an chronischer Lyme-Borrelioise leiden. Wie gesagt, es ist ein weltweites Problem!
      Und noch schlimmer ist, dass man uns Patienten in Europa US-amerikanische Leitlinien überstülpt, obwohl wir es hier in Europa mit einem anderen Erregerspektrum und damit auch mit unterschiedlichen Krankheitsausprägungen zu tun haben.
      Anstatt auf eigene europäische Studien zu setzen, wird über den großen Teich geschielt und wir Patienten lassen uns das auch noch gefallen. Man fragt sich auch, warum Mediziner da nicht stutzig werden?
      Wie konnten in der Vergangenheit deutsche medizinische Fachgesellschaften einfach US-Vorgaben übernehmen?
      Was haben wir Europäer bei der Lyme-Borreliose mit US-Erregern und der darauf bezogenen Diagnostik und Therapie zu tun?
      In den USA wird LB weder durch Borrelia garinii, noch durch Borrelia afzelii, noch durch B. spielmanii verursacht, so wie bei uns in Europa.
      Wo also bleibt die eigene europäische Forschung zum Thema?

      PS: Und mit Dr. Stanek hat Österreich ja einen IDSA-Leitlinienautor in den eigenen Reihen, der die unsäglichen 2006 IDSA-Leitlinien mitgetragen hat.

  2. kathisa meint:

    Ich muß leider Bettys Schicksal teilen: vor ca. 13 Jahren infiziert (ohne Wanderröte) habe dann 2 Kinder bekommen die auch an Borreliose leiden obwohl sie von Kind auf nicht ins hohe Gras gehen durften, und ich sie jeden Tag, nachdem sie draussen waren, abgesucht habe und bis zum Zeitpunkt der Diagnose keine Zecke gehabt hatten. Borreliose ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar? Wo ist denn hier der wissenschaftliche Beweis?

  3. Markus Z. meint:

    Leider wird alles von den verblödeten USA übernommen, da man in Europa zu faul ist eigene Werte diesbezüglich zu erhalten. Es geht einfach um Kostenersparnis auf Kosten der Patienten. Die Krankenkassen machen es sich auch zu einfach indem sie Ärzten Budgetauflagen aufbürden. Ärzte können somit nur 1 Woche Antibiotika verschreiben, obwohl jeder weiss, dass man mindestens 2-3 Monate davon nötig hätte. Es ist allen egal, ob die Patienten langsam daran krepieren. Diese Welt ist einfach ein korruptes und asoziales Gebilde geworden nach den Börsenzusammenbrüchen, die nicht von uns Bürgern verursacht wurden!!

  4. Teresa M. meint:

    Ich hab eine Kinesiologin, die mir empfohlen hat, die Antibiotika UNBDEDINGT mehr als 3 wochen zu nehmen und ausserdem die doppelte dosis – statt 1×200 -> 2×200 mg Doxycyclin.
    Stanek hat in einem Interview gesagt:
    “Die Inzidenz der Lyme-Borreliose auf der Basis einer Umfrage an niedergelassene Ärzte in ganz Österreich beträgt durchschnittlich 0,6 pro 100.000 Einwohner pro Jahr, das sind rund 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr“
    Dass Ärzte nicht Statistik können, wird wieder einmal klar – bei meiner Rechnung kommen ca. 50 Neuerkrankungen in Ö heraus. Die Frage, die sich mir stellt, ist: wieso wird Stanek nicht aktiv, wenn er 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Ö vermutet. Das wären doch ca. 5.000 pro Bundesland und Jahr, also ca. 500 pro Monat, das sind pro Bundesland und Monat (!) mehr als 50, also mehr als 1 Neuerkrankung pro Tag.
    Das ist mathematisch nicht so schwer, oder, Stanek? Wieso machen Sie nichts?
    Sie behaupten noch immer, dass jede Borreliose mit einer Ringelrötung beginnt (da behaupten viele BuchautorInnen was anderes) und dass nur Zecken Borrelien übertragen (Blödsinn, siehe oben)

  5. Nadja Maria C. meint:

    Ich lebe in Belgien, leide unter chronischer Borreliose. Mein 6jähriger Sohn ebenso. Es gibt im ganzen Land nur 1 Allgemeinarzt, der diese Krankheit ernsthaft behandeln will und diagnostiziert ! Auch er hat mit der Ignoranz seiner Kollegen zu kämpfen…Ich habe letztes Jahr eine harte Krebstherapie in einem renommierten Institut in Brüssel überstanden. Allerdings wird auch hier Lyme mit ironischen Bemerkungen abgetan, geschweige denn beide Krankheiten eventuell miteinander in Verbindung gebracht…Ich wende mich nun an diverse Unikliniken usw. in Deutschland, um mir dort (auf eigene Kosten !!)
    behandeln zu lassen. Denn wie kann eine Tumorkrankheit in Schach gehalten werden, wenn eine andere das Immunsystem permanent attackiert ?

    • Zeckenstich-Borreliose: Die verschwiegene Epidemie - 9 LEBEN Verlag meint:

      Hallo Nadja,
      ja, es ist leider weltweit überall das gleiche große Problem. Die US-amerikanische Gesellschaft für Infektionskrankheiten hat mit ihren medizinischen Leitlinien leider “ganze Arbeit” geleistet.
      Du hast eine E-Mail.

      Alles Gute!

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