Zeckenstich: Babesiose und Blutkonserven, Knochenmarkspende und andere Gefahren

In den USA ist seit Januar 2011 die Babesiose in allen Bundesstaaten meldepflichtig.

Warum? Weil es inzwischen zu schweren Krankheitsverläufen durch babesienverseuchte Blutkonserven gekommen ist, so dass die CDC sogar Screeningtests auf Babesien bei Blutspenden für unbedingt notwendig hält.

Es stellt sich die Frage, wie groß ist das Risiko hierzulande für die Bevölkerung, durch Blutkonserven mit Babesien infiziert zu werden? Gibt es dazu Untersuchungen? Daten? Ist man sich des Problems überhaupt bewusst? Oder tappt man – mangels Daten, Studien und Untersuchungen – in Deutschland im Dunkeln?

Immerhin erhalten ausgerechnet Patienten in lebenskritischen Situationen, also immungeschwächte Menschen, oft derartige Blutkonserven oder Knochenmarkspenden. Es stellen sich also mal wieder viele Fragen. Siehe auch Fragenkatalog wg babesienverseuchter Blutkonserven in “Werde aktiv!

Hintergrund: http://www.cdc.gov/media/releases/2011/p0906_parasitic_infection.html

http://www.annals.org/content/early/2011/09/02/0003-4819-155-8-201110180-00362

http://www.cdc.gov/parasites/babesiosis/resources/babesiosis_policy_brief.pdf

http://www.nytimes.com/2011/06/21/health/21ticks.html

http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/5/10-1334_article.htm

Im Lower Hudson Valley hat sich die Zahl der Einwohner mit Babesiose zwischen 2001 und 2008 um das 20-fache erhöht. Zwischen 2002 und 2009 mussten 19 Patienten aufgrund einer Babesiose stationär aufgenommen werden. In einer Studie fand man heraus, dass 30 % der so Infizierten starben! http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19624607

Die von Zecken übertragenen Babesien gefährden Patienten, die auf Blutkonserven und Knochenmarkspenden angewiesen sind!

 

 

 

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