Borreliose: Neue Hoffnung für Borreliose-Patienten?

In den USA, im US-Bundesstaat Connecticut hat Senator Richard Blumenthal eine Gesetzesinitiative vorgestellt, die die Entwicklung neuer Antibiotika und deren Genehmigungsprozess beschleunigen soll.

Ein großes Problem, so Blumenthal, sei es, dass Pharmafirmen mit Antibiotika, die die meisten Patienten nur für einige Tage oder Wochen nehmen müssen, nicht annähernd soviel Gewinn machen, wie mit einem Blutdrucksenker, den Patienten für den Rest ihres Lebens nehmen müssen. Auch vor dem Hintergrund zunehmend antibiotikaresistenter “Superkeime” ist die Entwicklung neuer Antibiotika geboten.

Damit Antibiotika künftig für Pharmafirmen “Blockbuster” werden können, will die Gesetzesinitiative dafür sorgen, dass Pharmafirmen für ihr neu entwickeltes Antibiotikum die exklusiven Marktrechte für 10 Jahre zugesichert bekommen; damit würde sich diese Zeitspanne im Vergleich zu heute verdoppeln.

Gleichzeitig soll die US-amerikanische Zulassungsbehörde, FDA, den Zulassungsprozess straffen und beschleunigen.

Übersetzt und recherchiert B. Jürschik-Busbach © 2011

Senator Richard Blumenthal brachte die Überprüfung der Borreliose-Leitlinienkommission der amerikanischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten (IDSA) ins Rollen. Als Justizminister deckten die so ausgelösten Untersuchungen die verschwiegenen, finanziellen Interessen der Mehrheit der IDSA-Leitlinienautoren auf. Siehe auch: Borreliose und die IDSA

Lesen Sie auch: Lyme-Borreliose. Senator Blumenthal bringt Gesetzentwurf ein. Kampf gegen die wachsende Epidemie

und: Chronische Borreliose? Was ist in der Forschungspipeline bis 2017?

“Bill would combat ‘Superbugs’ with financial incentives, streamlined FDA process”

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