Borreliose: ePetitionen, Stufenplan – Mitmach-Aktion!

Inzwischen ist das Schreiben des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags zugegangen, aus dem ich wie folgt zitiere:

Sehr geehrte Frau Juerschik-Busbach,

im Auftrag der Vorsitzenden des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestags, Frau Kersten Steinke, MdB, danke ich Ihnen für Ihr Schreiben. Nach Prüfung Ihrer Zuschrift wird von der Behandlung Ihrer Eingabe als öffentliche Petition abgesehen.

Zu der von Ihnen angesprochenen Frage sind aufgrund sachgleicher Eingaben bereits Ermittlungen eingeleitet worden. Deshalb habe ich Ihre Petition als Mehrfachpetition zu diesem Verfahren genommen. Nach Abschluss der Ermittlungen wird über die Art der Erledigung  der Eingaben entschieden. Das Ergebnis werde ich Ihnen dann  mitteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Was bedeutet das?

Es  bedeutet, dass eine andere, vergleichbare Petition bereits in dieser Wahlperiode eingegangen ist, was vor der Eingabe aber nicht zu prüfen ist, da es keine Möglichkeit gibt, das Vorhandensein “sachgleicher Eingaben” innerhalb einer Wahlperiode zu prüfen. Mit jenem Petenten habe ich inzwischen bereits telefoniert. Es bedeutet auch, dass wir vor der nächsten Bundestagswahl keine Chance haben, öffentlich übers Netz Tausende von Unterschriften zu sammeln. Allerdings habe ich in einem Gespräch mit einer Anwältin auch erfahren, dass man mit missliebigen Petitionen höchst variabel verfährt. Siehe auch das Beispiel einer YouTube-Merkel-Anfrage:“Guten Tag, sehr geehrte Frau Merkel, Warum gibt es 980 Online Petitionen die sich derzeit in parlamentarischer Prüfung befinden? Warum werden Petitionen mit mehr als 50.000 (!) Mitzeichnern seit über 2 Jahren ohne Ergebnis geprüft?” Anonym

Oder hier das abgeschmetterte Beispiel einer ePetition, in der man ein Amalgam-Verbot forderte: http://www.patientenkammer.de/petition/fazit.htm

Was können wir jetzt tun?

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Jeder, der etwas unternehmen möchte, kann mit uns gemeinsam nach einem Stufenplan vorgehen, mit dem wir dennoch dafür sorgen werden, dass das Thema Borreliose die notwendige Aufmerksamkeit bekommt.

Stufe 1: Jede/r kann diesen ePetitionstext entweder hier als ePetition einreichen (Achtung! Vorher ist eine Registrierung erforderlich) oder den Text per E-Mail, mit Angabe der eigenen Adressdaten an die Stelle senden, wo bereits die anderen “sachgleichen Eingaben” liegen. Je mehr, desto besser! E-Mail: johann.fontaine@bmg.bund.de
Bitte meldet Euch, wenn Ihr Antwort erhaltet (egal, welche), das ist wichtig!

Stufe 2: Jede/r kann in den Landtagen der alten Bundesländer und bei den Stadtstaaten Hamburg und Bremen eine Petition einstellen. In allen Bundesländern, in denen es noch keine Meldepflicht zur Borreliose gibt, können wir alle eine Petition einreichen – meistens sogar online. Kommen mehr als 10 Petitionen zusammen, die “sachgleich” sind, wird sie zur “öffentlichen Petition”. Das ist wieder eine Chance!

Für diese Petitionsaktivitäten gibt es einen Textvorschlag für die Bundesländer und Stadtstaaten, den man gerne übernehmen oder abwandeln kann. Dazu findet Ihr eine Liste mit den E-Mail-Adressen bzw. Links zu den Online-Petitionsportalen, wo die Petition eingereicht werden kann. Bitte hier klicken.

Mein Wunsch: Lasst uns mit NRW beginnen, denn dort liegen bereits einschlägige ePetitionen vor und – wichtig – nächste Woche spreche ich mit einer NRW-Landtagsabgeordneten, die zu diesem Thema bereits Erfahrung gesammelt hat und selbst an Borreliose erkrankt ist. Ich werde über das Gespräch berichten.

Stufe 3: Als Nächstes findet Ihr Vorlagen für den Bundesgesundheitsausschuss und seine Mitglieder einen Textvorschlag für den Gesundheitsausschuss des Bundestags, dazu alle (E-Mail)-Adressen und teilweise Facebook-URLs.

Warum also nicht nochmal Herrn Zöller an die geplante bundesweite Einführung der Meldepflicht erinnern und zum Stand der Dinge fragen? Warum nicht die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses zum gleichen Thema per E-Mail befragen? Und alle anderen Mitglieder? Und falls Ihr Antworten erhaltet – bitte Bescheid sagen!

Stufe 4: Dann gibt es hier noch Textvorschläge nebst E-Mail-Adressen für das Robert Koch-Institut. Im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes kann man dort Einiges an Auskünften erfragen. Auf die Antworten hat man ein Recht.

Und für das Nationale Referenzzentrum Borrelien ist auch etwas vorbereitet. ;-)

Lasst uns dranbleiben! Nicht locker lassen! Schnappt Euch die Textvorschläge auf dieser Seite und legt los! Reicht (e)Petitionen ein! Wir alle können das, unabhängig davon, aus welchem Bundesland wir kommen.

Sicher, es sind dicke Bretter zu bohren und – das lehrt die Erfahrung – es gibt keine schnellen Erfolge. Aber, das alles ist besser als nichts zu tun! Macht mit! :-) Wir haben nichts zu verlieren, oder?

Ach ja, und bitte fragt Eure Kinder, Freunde, Partner, Arbeitskollegen, auch einen Text zu mailen – je mehr, desto besser! DANKE! Wenn wir nichts tun, wer sollte es sonst machen?

Und wg. der öffentlichen ePetition und den bereits vorbereiteten Facebook-Seiten: Die nächste Wahlperiode beginnt im Herbst 2013 und damit auch der nächste Anlauf! Die Sache ist damit nur aufgeschoben, nicht aufgehoben!

“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.”
Mahatma Ghandi

Mach mit! Sorge dafür, dass das Thema Borreliose an den richtigen Stellen nicht länger ignoriert werden kann!

 

14 Kommentare zu Borreliose: ePetitionen, Stufenplan – Mitmach-Aktion!

  1. Anja meint:

    Danke! Danke! Danke!

  2. volkert Margarete meint:

    o,ja,wollen wir beginnen,auf in den Kampf!!!!

  3. Zeckenstich-Borreliose: Die verschwiegene Epidemie - 9 LEBEN Verlag meint:

    He he :-)

  4. Jojo meint:

    Moin Bremen is eingereicht Schönen Groß vom Kolbe Sohn aus Bremen

  5. Moni meint:

    Einfach nur Klasse und
    DANKE für die ganze arbeit
    DANKE für die ganze Mühe

  6. Zeckenstich-Borreliose: Die verschwiegene Epidemie - 9 LEBEN Verlag meint:

    Vielen Dank für Euer Engagement und auch einen schönen Gruß nach Bremen ;-) he he… gut so!
    Je mehr, desto besser!
    Ihr macht das klasse! :-)

  7. Pingback: Borreliose-Petition

  8. This is also another thing I’d like to do for Italy other than just watching out how horrid they also kill themselves due to the Political situation that’s also harming others around other than getting along together too.

  9. Pingback: Petitionsforderung:

  10. Barbara meint:

    Frau Kanzlerin Merckel, was im Gesundheitssystem abgeht,
    ist mit nichts mehr zu unterbieten.

    Keine Therapie und austherapierte Menschen,
    sind nicht nur sozial ausgegrenzt, nein sie
    werden trotz Krankenkassen in den Ruin getrieben.

    Wo bleibt die Würde des Menschen?

    • Elke meint:

      Hallo Barbara, genau diese Worte habe ich selbst schon genug gesprochen und geschrieben…. Petitionen verfasst… an Herrn Zöller geschrieben. Nichts ist dabei herausgekommen. Aber man fühlt sich nicht allein, wenn es Andere genauso formulieren um endlich diese Mißstände öffentlich an den Pranger zu stellen. Traurig ist, dass nicht mal Familie und Freunde dieses Desaster verstehen… wieso dann Frau Merkel?

  11. Bretz Wilma meint:

    Borreliose ist die Volkskrankheit NR.1 ….wievielen Menschen soll es noch so ergehen wie mir ? Jahrelange Schmerzen, da der Hausarzttest ungenügend ist ! Bei sofortiger Erkennung wirken noch Medikamente….ich kenne viele Borreliosekranke, deren Leben nicht mehr lebenswert ist !!!!!!!!!!

  12. Barbara meint:

    Liebe Frau Merkel,
    wir haben in unserem eigenen Land genug Probleme.
    Wir sind unverschuldet in diese Situation hinein geraten und werden auch noch von den Medien wie Beiträge Borreliose oder doch > Eingebildete Krankheit > von Arte regelrecht verhöhnt.
    In der Tat, dass können weder Verwandte noch Freunde verstehen, was wir durchmachen. Wir sind Außenseiter in unserer Gesellschaft, alles müssen wir selbst bezahlen und KK lehnen Alternativ Behandlungen trotzt Nikolausbeschluss ab.
    Die Sozialgerichte können sich vor Anträge wegen dieser Willkür kaum noch retten.
    Ich leide an einer schweren Thrombopenie und mein Gesundheitszustand ist sehr schlecht.
    Selbst Operationen werden inzwischen abgesetzt, so kann das doch nicht weiter gehen.

  13. Irene Post meint:

    Sehr geehrte Frau Merkel,

    ich bin entsetzt über unser Gesundheitssystem!
    Die Vertuschung und die Verharmlosung der chronischen Lyme-Borreliose darf nicht mehr geschehen.
    Unsere Ärzte schauen zu, wie wir im wahrsten Sinne des Wortes verrecken!
    Sollten sich diese Mißstände nicht ändern, werde ich unser Land verlassen!

    Mfg

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