Borreliose: Neuer Bericht aus Kanada liefert erschütternde Erkenntnisse

Haben Sie einen Garten, wandern Sie gerne, mähen Sie Ihren Rasen oder schlendern Sie gerne durch den Park? Falls ja, steigern Sie Ihr Risiko an Lyme-Borreliose zu erkranken – einer ernstzunehmenden Infektion. Borreliose ist eine der am schnellsten wachsenden Infektionen in Nordamerika und Zecken, die diese Infektion übertragen, werden in ganz British Columbia (BC), Kanada, gefunden.
Seit über 10 Jahren tobt in BC ein Streit zwischen Borreliosepatienten und der Provinzregierung über diese komplexe Erkrankung. Jetzt haben wir Antworten auf diesen Streit.

Geheim gehaltener Bericht über Lyme-Borreliose

Im vergangenen Jahr hat die Regierung von BC einen Bericht über Borreliose in Auftrag gegeben. Der vertrauliche Bericht liefert schockierende Informationen. Zusammengefasst ergab der Bericht:
Serologische Tests sind schlecht und es gibt oft keine Behandlung für die chronisch an Borreliose Erkrankten. Die wahre Inzidenz der Borreliose in BC ist unbekannt. Die Mehrheit der Hausärzte kennt sich mit dieser Infektion nicht aus und “der aktuelle Stand der Diagnostik für chronische Borreliose und Ko-Infektionen ist überaus schlecht.” Damit bringt der Bericht das auf den Punkt, was Borreliosepatienten seit Jahren beklagen.

Auch in Deutschland gibt es einen Bericht, der die Mangelzustände rund um diese Infektion identifiziert: http://edoc.rki.de/oa/articles/reHBJkQuhrGCg/PDF/20FqfrULYpAU.pdf
Passiert ist bislang jedoch nichts. Bei allen großen nationalen Forschungsvorhaben fehlt die Lyme-Borreliose. Das Schweigen der Gesundheitsinstitutionen ist längst ohrenbetäubend!

Ein Jahr lang blieb der kanadische Bericht, den man hier canadian investigation herunterladen kann, geheim. Kaum hatte die Regierung den Bericht veröffentlicht, sagte sie 2 Millionen Dollar zu, um klinische und wissenschaftliche Studien zur Lyme-Borreliose und anderen komplexen chronischen Erkrankungen zu etablieren. Ein Schritt in die richtige Richtung.

Menschen in BC kämpften bislang einen einsamen und kostspieligen Kampf gegen die Borreliose. Sie verloren den Glauben an das medizinische System, das sich weitgehend weigert, sie zu behandeln. Familien mussten ihre Häuser verpfänden, um in den USA eine Behandlung zu erhalten, Patienten mussten ihren Arbeitsplatz aufgeben und landeten im Rollstuhl. Verzweifelte Eltern mussten hilflos zusehen, wie ihren kranken Kindern eine Therapie verweigert wurde, weil in die Irre geleitete Mediziner behaupten: “Es gibt keine Lyme-Borreliose in BC.”

Mindestens genauso beunruhigend ist die Unterdrückung der vorhandenen Informationen. 2008 veranlasste das Centre for Disease Control von BC eine Umfrage unter den Ärzten in BC. Ein Drittel der Befragten antwortete. 148 Ärzte diagnostizierten im Jahr 2007 221 Fälle von Lyme-Borreliose. Das entspricht einer 25-fachen Steigerung gegenüber dem Vorjahr, in dem nur 7 Fälle gemeldet wurden. Diese Information wurde erstaunlicherweise nicht für die Öffentlichkeit freigegeben.

Übersetzt und recherchiert B. Jürschik-Busbach © 2011

Wissen wir, welche Informationen das RKI zurückhält? Warum sind bis heute nicht die Ergebnisse der Seroprävalenzstudie bei Jugendlichen, die 2009 abgeschlossen wurde (!), veröffentlicht worden? http://www.rki.de/cln_117/nn_466802/DE/Content/Institut/OrgEinheiten/Abt3/FG32/Lyme-Borreliose__Seropr_C3_A4valenzstudie.html

 

Ein Kommentar zu Borreliose: Neuer Bericht aus Kanada liefert erschütternde Erkenntnisse

  1. Regine meint:

    Hallo, auch bei mir wurde über das Blut Lyme Borreliose festgestellt.
    Diese Infektion wurde mit 2× Antibiose behandelt und ist immer noch positiv !!!!
    Habe auch Fibromyalgie und sämtliche Ärzte wimmeln mich ab.
    Bin sehr enttäuscht und bekomme keine wirkliche Hilfe.
    MfG Regine

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