Borreliose – die IDSA-Autoren melden sich erneut im Lancet zu Wort

Man fragt sich, warum die IDSA-Autoren zunehmend Artikel mit Falschaussagen im Lancet veröffentlichen, um ihre Position zu untermauern. Weht ihnen der Wind inzwischen ein wenig stärker ins Gesicht, oder soll einfach nur präventiv für ein bestimmtes Meinungsbild gesorgt werden?

Hier als kleiner Service die Übersetzung der Zusammenfassung des Lancet-Artikels:

Lyme-Borreliose

Die Lyme-Borreliose (Lyme-Krankheit) wird durch Spirochäten des Borrelia burgdorferi sensu lato Spezies-Komplexes verursacht, die durch Zecken übertragen werden. Die häufigste klinische Manifestation ist das Erythema migrans, das sich auch ohne antibiotische Behandlung wieder zurückbildet. Allerdings kann der Erreger in andere Gewebe und Organe eindringen, was zu ernsteren Krankheitserscheinungen führen kann. Die Haut eines Patienten, das Nervensystem, Gelenke oder Herz können betroffen sein. Die Inzidenz dieser Erkrankung nimmt in vielen Ländern zu. Der serologische Nachweis ist für die Diagnose von wesentlicher Bedeutung, außer im Fall des typischen Erythema migrans.  Diagnostizierte Fälle werden in der Regel mit Antibiotika für 2-4 Wochen behandelt; die meisten Patienten erholen sich danach problemlos. Es liegen keine unterstützenden Beweise dafür vor, dass Antibiotika länger als für 4 Wochen gegeben werden sollten oder dass die Spirochäten in den so behandelten Patienten persistieren. Prävention wird am ehesten durch einen Schutz vor Zeckenstichen erreicht. Es gibt keinen Impfstoff für den Menschen.

Übersetzt und recherchiert B. Jürschik-Busbach © 2011

Hier gehts zum “Abstract”: http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736%2811%2960103-7/abstract

Ein Kommentar zu Borreliose – die IDSA-Autoren melden sich erneut im Lancet zu Wort

  1. Johannes meint:

    Wenn man sich mit gesundheitlichen Problemen durch Antibiotika und deren mikrobiologischen Folgen ernsthaft auseinandersetzt, kann man den Einsatz von Antibiotika auch nicht kritiklos betrachten. Da ist die Forschung gefragt, aber die ist mit Scheinmedikamenten und Marktanteilen beschäftigt. Für diese experten gibt es nur noch Bluthochdruck, Diabetis und Adipositas.Auch Herz – OP´s und Gelenkersatz sind lukrativ.

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