Deutsches Grünes Kreuz und Borreliose – wie Meinungen beeinflusst werden

Immer wieder veröffentlicht das Deutsche Grüne Kreuz Beiträge zum Thema Borreliose und FSME wie beispielsweise: http://dgk.de/gesundheit/allergie-haut/haut-und-haar/zecken-borreliose-und-fsme.html oder http://dgk.de/gesundheit/allergie-haut/haut-und-haar/zecken-borreliose-und-fsme/borreliose-noch-keine-impfung-moeglich.htm

Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) hat seinen Namen geschickt gewählt und versucht, vom Image des Deutschen Roten Kreuzes zu profitieren. Das DGK ist nach eigenen Angaben “unabhängig” und “keiner kommerziellen Gruppe” verpflichtet: http://dgk.de/das-dgk/der-verein.html. Finanziert wird das DGK jedoch u. a. durch seine Tochter-GmbHs und die tummeln sich recht eifrig. Die medialog GmbH organisiert nach Angaben des arznei-telegramms (06/09) Symposien und Pressekonferenzen, um Ansichten von Meinungsbildnern einem breiten Publikum bekannt zu machen. Der gegenwärtig wohl insolvente Verlag im Kilian GmbH hat bislang, mit dem DGK eng kooperierend, Ratgeber und Kongressberichte angeboten. Die Pro Preventa GmbH erstellt Internetauftritte und DGK Service GmbH verkauft die vom DGK empfohlenen Produkte.

Aktionen des DGK werden von Firmen bezahlt, die jedoch nicht als Sponsoren ausgewiesen werden. Gesundheitsthemen des DGK gehen somit nahtlos in Angebote kommerzieller Tochter-GmbHs über. Nach eigenen Angaben erreicht das DGK mehr als eine Milliarde Exemplare Tageszeitungen sowie bis zu 1500 Radiosendungen und circa 200 TV-Beiträge. http://dgk.de/fileadmin/user_upload/Gesundheit-pdf/d-002-03-01-dgk-selbstdarstellung_st.pdf

B. Jürschik-Busbach © 2011

Kein Wunder, dass das arznei-telegramm das DGK als “grünes Feigenblatt für Pharmamarketing” bezeichnet. http://www.arznei-telegramm.de/register/E1424TY.pdf

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