Was Richard Gere mit Bastian Schweinsteiger und dem Ex-US-Präsidenten George W. Bush verbindet

Quelle: spaceodissey – Wikimedia Commons

Man staunt nicht schlecht, in welch’ illustrer Gesellschaft sich Borreliosepatienten befinden.

Nicht nur der ungeliebte George W. Bush infizierte sich, nein, auch Schauspieler Richard Gere sowie Kollege Michael J. Fox, das Model Christy Turlington, die Emmy-Award-Gewinnerin Amy Tan, Daryl Hall, Sänger des Pop-Duos Hall & Oates (hier das Interview auf YouTube), die Sängerin Neneh Cherry und der gute alte Pete Seeger (“This land is your land”).

Soweit die US-amerikanische Zusammenstellung.

Auch in unseren Landen staunt man nicht schlecht, wen es leider alles erwischt hat.

“Promis”, die an Borreliose erkrankt sind

Anfang April 2007 erklärte eine der erfolgreichsten deutschen Dressurreiterinnen ihren Rücktritt vom aktiven Reitsport. Eine Borreliose zwang Ann-Kathrin Linsenhoff, sich vom Leistungssport zu verabschieden. Im gleichen Monat konnte man den Zeitungen entnehmen, dass ein Zeckenstich die hartnäckige Entzündung im Knie des Fußballnationalspielers Bastian Schweinsteiger verursachte. In der Süddeutschen Zeitung war zu lesen: „Die letzten sechs Saisonspiele hat er verpasst, denn kurz darauf suchte die Republik in den medizinischen Handbüchern nach einem Fachbegriff: “Borreliose”.

Tja, und BILD barmte: “Ein solcher Biss kann schlimme Folgen haben: Bundesligist Thomas Schneider (Stuttgart und Hannover) sowie Zoltan Sebescen (Leverkusen) mussten wegen einer dadurch hervorgerufenen Borreliose-Infektion sogar ihre Karrieren beenden.”

B. Jürschik-Busbach ©

3 Kommentare zu Was Richard Gere mit Bastian Schweinsteiger und dem Ex-US-Präsidenten George W. Bush verbindet

  1. Michelle Otto meint:

    Es wäre wünschenswert, wenn diese Personen des öffentlichen Lebens verstärkt sich verstärkt für die Verbesserung der Situation an Borreliose erkrankter Menschen einsetzen würden bzw. das Thema mehr in die Öffentlichkeit bringen würden.

    Borreliose SHG Erfurt

    • Birgit meint:

      Hallo Michelle Otto,
      ich habe den Eindruck gewonnen, dass man in den USA mit Krankheiten insgesamt offensiver umgeht, als hierzulande. In Deutschland neigt man gern zur Zurückhaltung. Aber Sie haben vollkommen recht, ja, es wäre wünschenswert. Vielen Dank für Ihren Kommentar!

  2. Betroffene meint:

    Ich wünsche mir auch das hierzulande mehr in Bewegung kommt im Öffentlichen wie rechtlichen Bereich zum Thema Borrelien und chron. Erkrankung, denn die Folgen für den normalen Menschen ohne zuvorbestehende Möglichkeiten der finanziellen Absicherungen im Leben- machen die Folgen der Infizierung mit Borrelien (unbehandelt, nicht erkannt, zu spät erkannt, falsch behandelt…wie auch immer….) zu einem Überlebenskampf- in jeder Hinsicht, ganz zu schweigen vom körperlichen Leid (was sich anfühlt wie im eigenen Körper hilflos gefangen zu sein..).

    Ich bin selber noch jung aber ebenfalls betroffen, nicht reich – und irgendwo am Rande dieses Systems..

    weil die Dinge um die Borrelien stehen wie sie stehen…und nicht nur die Erkrankung scheinbar dazuführt-sich im Kreise zu drehen..

    was fangen Prominente denn mit ihrem Leben nach der Erkrankung an, insofern sich rausstellt ihr Zustand ist bereits chron.??
    Was soll otto-normal-bürger tun?
    Was jene welche sich die Behandlung nicht leisten ko(e)nn(t)en??? (weil alternativ und privat zu finanzieren, geschweigedenn einen guten Arzt zu finden…)

    Eine Schande das wir nach wie vor- dem Nichts gegenüber stehen….anscheinend sind noch zu wenig betroffen…als das es von Interesse sei….

    Vielen Dank an die Autorin, für die offene Auseinandersetzung mit dem Thema BORRELIEN und ihre Beiträge hier im Internet.
    Ein ganz großer Schritt- weg vom “AUSBLENDEN UND IGNORIEREN” hin zur Öffentlichkeit!!

    Es hilft zu wissen, nicht ganz alleine mit dem Thema und den damit einhergehenden Problemen zu sein.

    DANKE.

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